Beziehungsträume 3 - draußen

Meine süße kleine rothaarige Schönheit legt einen Scheit auf das Lagerfeuer, blickt kurz weiter hinein und setzt sich dann wieder neben mich. Lehnt sich etwas an mich, streicht sich die langen Haare über die Schulter und legt ihren Kopf auf meine Schulter. Zieht gleichzeitig die Beine an und schlingt die Arme um ihren Körper.

Süßes kleines Raingirl, wie sehr gefällt es dir doch hier.

Hüpft an einen Tagen durch den Regen, an anderen Tagen sitzt sie am Feuer und starrt fasziniert in die Glut. So wild und verträumt, wie sie an manchen regnerischen Tagen ist, meine kleine Raingirl, so bist du doch genauso an einem gemütlichen Feuerchen in der Feuerstelle. Setzt sich mit zwei Decken auf dem Boden und einer Decke um die Schultern neben mich und erwartet wie selbstverständlich, dass ich das Feuer anmache. Mache ich das Feuer dann an, lüpft sie wohlwollend einen Zipfel der Decke, lässt mich zu ihr kriechen und scheucht mich regelmäßig wieder raus, um sich einen Scheit nachlegen zu lassen. Irgendwann macht sie es auch selbst, meine kleine Raingirl mit langen roten Haaren. Aber so lange muss ich durchhalten. Als Belohnung für mein Tun endet es dann in der Regel wie jetzt – sie kuschelt sich immer nachdenklicher und verträumter an mich und landet irgendwann mit ihrem Kopf auf meinem Schoß, woraufhin ich ihre Haare gefälligst aus dem ja ach so viel zu engen Zopf lösen muss und sie eine halbe Stunde oder länger zwischen den Ohren streicheln zu habe.

Diese Phase scheint soeben eingeleitet zu werden, denn sie beginnt gerade, mit ihrer Nase an meinem Kinn entlang zu reiben. Selbstverständlich lasse ich mich nicht weiter bitten, und greife mit meiner rechten Hand um von ihrem Rücken unter der Decke entlang bis um den Hals herum an ihr rechtes Ohr und streichle mit den Fingerspitzen den äußersten Rand ihrer Ohrmuschel, fahre weiter herunter, drehe ihren filigranen Ohrring in den Fingern und drücke dann meinen Handrücken gegen ihren Hals. Derselbige reckt sich begierig und erwartet gefälligst mehr der Berührungen.

Schwer seufzend und die Augen selbstverständlich verdrehend folge ich dem geliebten Ritual und stemme mich etwas sitzender auf, um die andere Hand ebenfalls in Richtung meines geliebten Raingirls zu bewegen, die ihrerseits beide Hände der meinen entgegenreckt.

Sehnsüchtig ergreift sie die Hand und zerrt sie gebieterisch an ihr Gesicht, um nach einem begrüßenden Biss eine Reihe kleiner Küsse darauf zu verteilen. Während sie dies tut, streichle ich weiter ihren Hals und drücke sie weiter in meine Richtung, soweit dies noch möglich ist.

Raingirl beginnt leise zu schnurren, blinzelt mich verliebt aus den grünen Augen an und kippt dann ohne Vorwarnung weg nach unten. Während sie wohl die eine Hand unter sich begräbt, hängt die andere einige Sekunden unschlüssig in der Luft, bevor ich mich entschließe, zunächst einmal weiter ihre Hüfte zu streicheln.

Der Schopf aus roten Haaren wackelt ein wenig, als sie sich mitsamt der Hälfte der Decke weiter in meinen Schoß zu wühlen versucht, und ich blicke zufrieden in das Lagerfeuer, das knisternd und prasselnd die Szene beleuchtet.

Irgendwo aus den Tiefen der Decke wühlt sich eine Hand hervor, die sich ein nahes Stückchen Holz greift und es ungelenk in Richtung Feuer schleudert. Wohl mehr aus Zufall trifft das Holz auch mitten hinein, und ein Schwarm Glühe fliegt hinaus, verteilt sich im Himmel und verlischt. Die Hand zieht sich sichtlich zufrieden zurück, und ich spüre sie einige Sekunden später auf meinem Handrücken, der wiederum unmittelbar auf Raingirls Hüfte liegt. Einen kleinen Vorstoß wagend, schiebe ich meine Finger unter ihren Häkelpullover und streichele sie um den Bauchnabel herum. Offenbar nicht abgeneigt, drückt sich der Kopf meiner kleinen Schönheit weiter an meinen Bauch und verwuschelt die Frisur.

Während ich weiter ins Feuer schaue, wandern meine Finger über ihren Kopf und lösen den Haargummi, wobei endgültig die langen Haare befreit werden; die andere Hand liebkost weiterhin die Bauchregion.

Raingirl legt ihre rechte Hand über meine, die daraufhin zum Stillstand kommt, und wir blicken beide weiter in die Flammen und schweigen uns friedlich an. Erst als sie wieder damit beginnt, fällt mir auf, dass sie zwischenzeitlich aufgehört hatte zu schnurren. Ich beuge mich hinab, drücke ihr einen Kuss dorthin, wo ich unter den Schatten und den Falten der Decke die Stirn erahnen kann. Sie dreht den Kopf, grinst mich an, dreht dann den ganzen Körper und kommt auf dem Rücken zum Liegen. Der Teil geschah bisher noch nicht, und ich überlege, was normalerweise jetzt passiert wäre. In dem Ritual, das wir sicher schon zwanzig Mal durchgespielt haben, und mit dem wir beide eigentlich sehr zufrieden waren, hätte jetzt folgen müssen, dass sie sicher eine halbe Stunde zwischen den Ohren gekrault würde, und dass wir uns dann in gegenseitigem Einverständnis nach drinnen verzogen hätten, wo wir uns auf die Couch gekuschelt und ruhige, entspannende Musik gehört hätten, wo dann je nach Lust und Laune und Wetterlage auch noch weiteres geschehen wäre.

Der Teil, dass sie sich grinsend auf den Rücken legt, ist mir neu, und ich scheine meine Verwirrung offensichtlich kaum im Zaum halten zu können, denn sie grinst ob meiner Gesichtszüge und schnellt für einen flüchtigen Kuss mit ihrem Kopf nach oben.

Zögerlich streichele ich weiter ihren Bauchnabel, und sie scheint vorerst zufrieden mit dem Ergebnis. In einer womöglich sogar bequemen Pose schlingt sie ihren Arm um mich und nestelt an meinem Rücken herum. Kurz darauf spüre ich ihre kalten Fingerspitzen über meinen Rücken wandern und sachte Kreise zu ziehen. Ich schaudere angesichts der Kälte ihrer Hände, aber genieße es dennoch. Sie hält kurz inne, zieht die völlig verrutschte Decke klarer über ihren kurvenreichen Körper und fährt dann mit ihrer Tätigkeit fort.

Noch brennt das Feuer hell, aber ich ahne, dass es bald abbrennen wird. Daher greife ich mit meiner freien Hand nach einem nahen Holzscheit und werfe ihn gekonnt neben das Feuer. Genervt blicke ich den Scheit an und dann auf das Feuer. Raingirl grinst, zieht ihre Hände zurück und setzt sich auf. Einige Sekunden vergehen, bevor sie mich herausfordernd ansieht. Mit einem gedemütigten Augenrollen quäle ich mich hoch, krabbele mehr auf das Feuer zu, als dass ich laufe, und lege das Stück Holz sorgfältig in die Glut. Aus Vorsichtsmaßnahmen lege ich ein ebenfalls recht großes Stück direkt daneben, und das Feuer macht sich gierig daran, die neue Nahrung zu verspeisen.

Zufriedener stehe ich auf, drehe mich um, und gehe einen Schritt auf meine rothaarige Verheißung zu. Diese räkelt sich lasziv auf den Decken und blickt betörend unschuldig zum Sternenhimmel hinauf. Nach zwei oder drei Sekunden wirft sie ihre Haare mit einer Kopfbewegung gekonnt über ihre Schulter, zögert einen Sekundenbruchteil sichtbar und nickt dann in Richtung der Getränkeflaschen neben ihr. Ich deute dies als eine Aufforderung, und komme ihr sofort nach, indem ich nach drinnen eile und neue Flaschen besorge, um sie gegen die leeren einzutauschen.

Als ich wieder nach draußen komme, hat sich Raingirl vollkommen in die Decken eingewickelt, auf die Seite gelegt und blickt mir seltsam neugierig entgegen. Ich stelle die Flaschen neben ihrem Kopf ab, beuge mich hinab und drücke meinem Schatz erst einmal einen Kuss auf die Nase. Sie reckt sich lange Sekunden meinem Kuss entgegen, und ich lege mich betont vorsichtig halb über sie, um nicht den Gesichtskontakt zu verlieren.

Ich spüre mit geschlossenen Augen, wie sich von unten ein Bein um meines wickelt. Erstaunt, dass sich diese Szene zum ersten Mal am Lagerfeuer selbst abspielt, aber keineswegs unwillig, fahre ich mit einer Hand hinunter, um begierig das Bein zu streicheln. Noch viel erstaunter berühre ich statt der zu erwartenden Jeans ein frisch rasiertes Bein mit samtweicher Haut. Noch während mein Blick aus dem Reflex heraus nach unten zuckt, schlingt die Verführerin bereits ihre Arme um mich und wirbelt geschickt um mich herum. Urplötzlich auf dem Rücken liegend, betrachte ich fasziniert den geliebten Körper, den ich nun zum ersten Mal entblößt in freier Natur und bei Feuerschein sehe. Ehrfürchtig staunend blicke ich mehrfach an ihr auf und ab, bevor sie die Decke zwischen uns herauszieht und sie ihren bewundernswerten Körper wieder grinsend vor dem flackernden Schein abschirmt.

Langsam wandern ihre Hände an meiner Seite nach unten, streicheln über mein Hemd, wandern über die Knöpfe und öffnen langsam einen nach dem anderen. Stück für Stück fallen die Kleidungsstücke von mir ab, während ich nur genießend und staunend unter ihr liege und es kaum fassen kann.

Raingirl, meine kleine, rothaarige Schönheit, ich denke, das könnte noch ein sehr interessanter Abend werden.

Während das Feuer langsam niederbrennt, brennt ein ganz anderes Feuer in uns beiden.

Heiß und leidenschaftlich, bei Feuerschein, so kenne ich mein Raingirl fast nicht… aber es soll mich auch nicht weiter stören.